Das Gesundheitswesen verändert sich ständig. Viele der wichtigsten Diskussionen drehen sich heute um Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, moderne Diagnostik und Fachkräftemangel. Am Ende verfolgen diese Themen jedoch ein gemeinsames Ziel: Gesundheitssysteme effizienter zu gestalten und Patienten besser zu versorgen.
Dabei erhält eine grundlegende Herausforderung deutlich weniger Aufmerksamkeit als beispielsweise die KI-Revolution: Selbst die beste medizinische Versorgung hilft nur begrenzt, wenn Patientinnen und Patienten nicht rechtzeitig Zugang zu ihr erhalten.
Ein Krankenhaus kann hervorragende Ärzte, modernste Technologie und freie Behandlungskapazitäten haben. All das hilft jedoch wenig, wenn ein Patient seinen Termin nicht zuverlässig erreichen kann.
Patientenmobilität ist deshalb mehr als eine Frage des Transports.
Sie ist eine Frage der Gesundheitsversorgung.
Das Problem beginnt vor dem Termin
Ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Dialysepatienten und Personen mit eingeschränkter Mobilität stehen teilweise vor einer grundlegenden Herausforderung: überhaupt zu ihren medizinischen Terminen zu gelangen.
Der Zusammenhang zwischen Mobilität und Zugang zur Gesundheitsversorgung ist wissenschaftlich gut untersucht.
Eine systematische Übersichtsarbeit von Syed, Gerber und Sharp analysierte 61 Studien zu Transportbarrieren und dem Zugang zur Gesundheitsversorgung. Die Ergebnisse zeigen, dass fehlende Transportmöglichkeiten zu verpassten oder verschobenen Terminen, verzögerter Versorgung und einem verspäteten Zugang zu Medikamenten beitragen können. Besonders relevant sind diese Probleme für vulnerable Gruppen und Menschen mit chronischen Erkrankungen.
Eine spätere Analyse von Daten des U.S. National Health Interview Survey bestätigte ebenfalls, dass Transportprobleme ein relevantes Hindernis beim Zugang zur Gesundheitsversorgung darstellen – besonders für sozioökonomisch benachteiligte Menschen und Personen mit chronischem Versorgungsbedarf.
Die Folgen können das gesamte Gesundheitssystem betreffen:
- Verpasste oder verschobene Termine
- Verzögerte Behandlungen und Kontrolltermine
- Zusätzlicher organisatorischer Aufwand für Gesundheitseinrichtungen
- Nicht optimal genutzte Behandlungskapazitäten
- Potenziell schlechtere Versorgungsergebnisse
Gesundheitsversorgung scheitert nicht immer daran, dass eine Behandlung fehlt.
Manchmal scheitert sie daran, dass Patienten diese Behandlung nicht rechtzeitig erreichen können.
Krankenfahrten als Teil der Gesundheitsinfrastruktur
Professionelle Krankenfahrten sollten deshalb nicht nur als Transport von A nach B betrachtet werden.
Sie können ein Teil der Infrastruktur sein, die Patienten mit medizinischer Versorgung verbindet.
Auch wissenschaftliche Untersuchungen zu konkreten Mobilitätslösungen liefern interessante Ergebnisse. Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse aus dem Jahr 2022 kam zu dem Ergebnis, dass Angebote für nicht-notfallmäßige medizinische Transporte mit weniger verpassten Terminen verbunden waren. Gleichzeitig weisen die Autoren darauf hin, dass die Datenlage zu Kosten und direkten gesundheitlichen Ergebnissen noch begrenzt ist.
Zuverlässige Patientenmobilität kann dabei helfen, Behandlungstermine einzuhalten, regelmäßige Therapien wie Dialyse oder Strahlentherapie zu unterstützen, Abläufe mit Gesundheitseinrichtungen besser zu koordinieren und Patienten sowie Angehörige organisatorisch zu entlasten.
Mit einer alternden Bevölkerung und steigenden Anforderungen an Personal und Kapazitäten wird diese Verbindung künftig noch wichtiger werden.
Gesundheitsversorgung beginnt mit Zugang
Wenn wir über die Zukunft des Gesundheitswesens sprechen, sollten wir nicht nur betrachten, was in Krankenhäusern, Kliniken und Behandlungszimmern passiert.
Wir sollten auch darüber sprechen, wie Patienten dorthin gelangen.
Patientenmobilität kann zu einem immer wichtigeren Bestandteil einer integrierten Gesundheitsversorgung werden – nicht als Randthema, sondern als strategische Verbindung zwischen Patienten und der medizinischen Infrastruktur.
Bei Mars Krankenfahrten sind wir überzeugt, dass professionelle Patientenmobilität dazu beitragen kann, diese Verbindung zuverlässiger, effizienter und patientenorientierter zu gestalten.
Denn Gesundheitsversorgung beginnt nicht erst im Behandlungszimmer.
Sie beginnt mit dem Weg dorthin.
Wissenschaftliche Quellen
Syed ST, Gerber BS, Sharp LK. Traveling Towards Disease: Transportation Barriers to Health Care Access. Journal of Community Health. 2013;38:976–993. DOI: 10.1007/s10900-013-9681-1. Systematische Übersichtsarbeit über 61 Studien.
Wolfe MK, McDonald NC, Holmes GM. Transportation Barriers to Health Care in the United States: Findings From the National Health Interview Survey, 1997–2017. American Journal of Public Health. 2020.
Solomon EM, Wing H, Steiner JF, Gottlieb LM. Impact of Transportation Interventions on Health Care Outcomes: A Systematic Review. Medical Care. 2020.
Starbird LE et al. Effect of interventions for non-emergent medical transportation: a systematic review and meta-analysis. BMC Public Health. 2022.
*Deutsche Version mithilfe von KI übersetzt.


